Hydraulische Poller
Hydraulik-Poller – wofür sie gebaut sind und wo ihre Grenzen liegen
Versenkbare Poller finden Sie überall dort, wo Fahrzeugen der Durchgang zeitweise verwehrt werden soll: vom Privatgelände über Schulhöfe und Einkaufspassagen bis zum Betriebs- oder Marktparkplatz. Viele Interessenten suchen dabei gezielt nach einem Hydraulik-Poller – weil Hydraulik nach Kraft klingt. Diese Seite ordnet ein, wann das stimmt und worauf Sie achten sollten.

Wie ein Hydraulik-Poller funktioniert
Eine Hydraulikpumpe erzeugt Druck, ein Zylinder hebt den Poller. Pumpe und Zylinder sitzen bei dieser Bauart meistens gemeinsam im Pollerrohr, unter der Fahrbahn.
Was dafür spricht, ist schnell gesagt: Kraft. Hydraulik drückt ohne Mühe eine Tonne nach oben. Die ehrliche Anschlussfrage lautet allerdings: Brauchen Sie das? Ein Poller muss ein Fahrzeug aufhalten, nicht anheben. Die Haltekraft kommt aus der mechanischen Verriegelung in der oberen Position und aus der Wandstärke des Rohrs – nicht aus dem Antrieb. Ein sauber konstruierter Poller lässt sich von oben nicht herunterdrücken, gleich welcher Antrieb darin arbeitet.
Der Punkt, den Hydraulik-Interessenten am häufigsten übersehen
Schlauchleitungen sind Verschleißteile. Sie altern, auch wenn die Anlage kaum benutzt wird. Für Hydraulik-Schlauchleitungen sind deshalb wiederkehrende Prüfungen und ein Austausch nach einer vom Hersteller festgelegten Verwendungsdauer vorgesehen. Wie lang diese Frist bei der Anlage ist, die Sie kaufen möchten, sollten Sie sich vor der Bestellung schriftlich geben lassen – und Ihren Versicherer fragen, was er im Schadensfall sehen will.
Der Austausch ist dabei kein kleiner Termin. Die Leitungen liegen im Pollerrohr, der Poller muss geöffnet werden, ein Techniker muss anfahren. Rechnen Sie diese wiederkehrende Position von Anfang an mit ein, wenn Sie Angebote vergleichen – sie taucht im Kaufpreis nicht auf.
Und die Fragen, die für jeden Antrieb im Boden gelten
Wie wird Kondenswasser im Rohr verhindert – über Heizung und Drainage? Welche Schutzart erreicht die Anlage, steht IP69 im Datenblatt? Aus welchem Werkstoff ist die Kolbenstange, hat sie einen Metallabstreifer gegen Streusalz und Split, und bis zu welcher Temperatur sind die Dichtringe ausgelegt?
Wenn Sie darauf keine klare Antwort bekommen, wissen Sie genug. Die ausführliche Gegenüberstellung der drei Bauarten – Elektrospindel, Hydraulik und Druckluft – mit Tabelle und Prüffragen finden Sie hier: Poller-Antriebe im Vergleich.
Warum wir mit Druckluft arbeiten
Wir fertigen versenkbare Poller mit Druckluftantrieb. Im Pollerrohr sitzt dann nur der Hubzylinder; Kompressor und Ventil stehen im Haus oder im Schaltschrank und sind jederzeit zugänglich. Es gibt keine Schlauchleitung, die turnusmäßig getauscht werden müsste, und im Ernstfall tauschen Sie das betroffene Bauteil selbst – jedes hängt an einer Schnellkupplung.
Das ist keine Aussage über die Produkte anderer Hersteller. Es ist die Begründung für unsere eigene Konstruktionsentscheidung. Welche Bauart für Ihre Einfahrt die richtige ist, hängt von Ihrer Situation ab – und genau dafür gibt es das Gespräch.
Material und Prüfwerte
Jeder Poller aus unserem Werk besteht aus massivem V4A-Edelstahl 1.4571 – korrosionsbeständig auch gegen Streusalz und Seeluft. In der oberen Position verriegelt die Kolbenstange mechanisch. Unser Modell EH60 hält im Test 1,5 Tonnen bei 65 km/h auf, ohne dass sich das Spaltmaß verändert, einen 7,5-Tonner bei 29 km/h. Die Hubzeit beträgt rund drei Sekunden.
Sie wissen nicht, was bei Ihnen passt?
Senden Sie uns ein Foto der Zufahrt, um die es geht. Wir erkennen daran Untergrund, Gefälle, Breite und Leitungswege und sagen Ihnen, welche Lösung passt – in der Regel mit Angebot am selben Tag.
