Ein Campingplatz mit einer einzigen Zufahrt, dahinter Stellplätze, Wohnwagen und Dauercamper – und eine Platzordnung, in der klar steht: Mittagsruhe von 12 bis 15 Uhr, in dieser Zeit fährt kein Fahrzeug auf den Platz und keines herunter. Auf dem Papier eindeutig. In der Praxis sah es jahrelang anders aus. Um kurz nach zwölf kommt noch jemand von der Anreise, um halb zwei will einer „nur ganz kurz“ zum Einkaufen, um halb drei ist die Rückfahrt „doch schon fertig“. Jeder Einzelne hat einen guten Grund, und jeder Einzelne ist es, der die Ruhezeit für hundert andere beendet.

Das eigentliche Problem lag an der Rezeption. Wer die Regel durchsetzen will, muss sie jeden Tag neu erklären – gegenüber Gästen, die im Urlaub sind und keine Lust auf Diskussionen haben. Das Team stand mittags am Fenster statt in der Pause, und am Ende fuhr trotzdem jemand.

Warum Schild, Kette und Schranke hier nicht funktionieren

Das Schild „Mittagsruhe 12–15 Uhr – keine Durchfahrt“ hing schon lange an der Zufahrt. Es wurde gelesen und ignoriert. Eine Kette müsste jemand um Punkt zwölf spannen und um Punkt drei wieder abnehmen – ausgerechnet in der Zeit, in der das Personal selbst Mittag macht, und ausgerechnet dann, wenn der Platz am vollsten ist. Eine Schranke wäre technisch möglich gewesen, passte aber nicht: Ein Schrankenbaum über einem Sandweg, unter dem Wohnwagen mit Dachbox und Wohnmobile mit Fahrradträger durchsollen, ist im Alltag ein Hindernis und optisch ein Grenzübergang. Wer Urlaub macht, will keinen Schlagbaum sehen.

Gesucht war also eine Sperre, die man drei Stunden am Tag sieht und 21 Stunden nicht – und die ohne Personal zugeht und wieder aufgeht.

Ein einzelner versenkbarer Poller in der Zufahrt

Die Zufahrt ist so schmal, dass ein Poller reicht. Eingebaut wurde ein versenkbarer Absperrpoller aus V4A-Edelstahl in der Standardausführung: rund 160 kg schwer, 6 mm Wandstärke, 27 cm Durchmesser, 60 cm Hub, mit LED-Leuchtring im Kopf – das Modell, das bei uns bei knapp 3.000 Euro liegt. Ausgefahren blockiert er die Fahrspur komplett; Fußgänger, Fahrräder und Kinder mit Bollerwagen kommen links und rechts problemlos vorbei. Abgesenkt liegt nur der Edelstahldeckel bündig im Weg, und der Platzverkehr rollt darüber, als wäre nichts da.

Ausgefahrener versenkbarer Edelstahl-Poller mit rotem LED-Ring sperrt abends die Zufahrt zu einem Campingplatz, dahinter ein Wohnwagen

Aufnahme am Abend: Der Poller steht in der Zufahrt, der rote LED-Ring ist von der Straße aus nicht zu übersehen. So sieht ihn auch ein Gast, der bei Dunkelheit ankommt.

Die Steuerung: Loxone schaltet die Ruhezeit

Das Herzstück der Anlage sitzt nicht im Poller, sondern im Gebäude: unsere Straßensteuerung mit Loxone-Technologie. Im Loxone-Miniserver ist ein Zeitprogramm hinterlegt: um 12:00 Uhr fährt der Poller aus, um 15:00 Uhr fährt er wieder ein. Jeden Tag, ohne dass jemand daran denkt, ohne dass jemand etwas drückt. Die Regel setzt sich damit selbst durch – steht der Poller, ist Ruhezeit, und darüber diskutiert niemand mit einem Stück Edelstahl.

Die Ausnahme bleibt trotzdem möglich. Kommt mittags ein Rettungswagen, ein Gast mit einer Panne oder eine dringende Lieferung, senkt die Rezeption den Poller über die Loxone-App mit einem Fingertipp ab – auch vom Handy aus, auch vom Gelände. Danach übernimmt wieder das Zeitprogramm. Genau dieses Zusammenspiel aus fester Automatik und manueller Übersteuerung ist der Grund, warum wir hier die Straßensteuerung und nicht die einfache Funksteuerung empfohlen haben.

Was die Loxone-Steuerung darüber hinaus kann, brauchte der Platz am ersten Tag noch nicht, hat es aber in der Hinterhand: eine Nachtruhe als zweites Zeitfenster, andere Zeiten am Wochenende oder in der Nebensaison, eine Winterpause, in der der Poller dauerhaft oben bleibt. Und weil die Steuerung im Haus sitzt, lässt sich die Anlage später ohne Eingriff in den Boden erweitern – um eine Induktionsschleife, die den Poller nach der Durchfahrt automatisch wieder ausfährt, um eine Ampel für die Fahrer, um Funksender für die Dauercamper oder eine Kennzeichenerkennung für Stammgäste.

Einbau im Sandweg – ohne Beton

Der Poller sitzt in seiner Einbauhülse in einer rund 1,20 m tiefen Grube, ausgerichtet und mit verdichtetem Sand hinterfüllt. Ein Betonfundament braucht die Anlage nicht; auf einem Sandweg ist das ohnehin der Belag, der da ist. Vom Poller führt das Kabel- und Schlauchpaket – zwei Druckluftschläuche und die Leitung für das LED-Licht – im Panzerschlauch unter dem Weg zum nächsten Gebäude. Dort stehen Kompressor, Ventile und die Loxone-Steuerung trocken, warm und gut erreichbar. Im Boden liegt außer dem Edelstahlzylinder nichts.

Warum Druckluft auf einem Campingplatz die richtige Wahl ist

Ein Campingplatz ist kein freundlicher Ort für Technik im Boden: Sand, der in jede Ritze kriecht, Regen, der auf unbefestigten Wegen stehen bleibt, im Winter Frost und im Zweifel ein Platz, der über Monate niemandem auffällt, wenn etwas nicht mehr geht. Unsere Poller arbeiten pneumatisch. Im Poller steckt ein Edelstahlzylinder mit einer Kolbenstange, die einen Metallabstreifer und Dichtungen bis −35 °C hat – Sand wird beim Absenken abgestreift, statt in die Führung zu wandern. Es gibt keinen Motor, keine Hydraulikpumpe und keine Platine im Boden, also auch keine Heizung und keine Drainage, die versanden könnte. Der Poller ist nach IP69 dicht.

Zwei Schaltzyklen am Tag, an die 400 pro Saison: Für die Pneumatik ist das keine nennenswerte Belastung. Sollte nach Jahren einmal ein Ventil oder der Kompressor getauscht werden müssen, passiert das im Gebäude an einer Schnellkupplung – der Weg bleibt zu, der Poller bleibt im Boden. Die Anlage ist insgesamt sehr wartungsarm. Gefertigt wird der Poller aus V4A-Edelstahl (1.4571) bei uns in Seevetal bei Hamburg.

Was die Anlage kostet

Für einen Platz mit einer Zufahrt wie hier setzt sich die Anlage so zusammen: der Poller in der Standardausführung mit knapp 3.000 Euro, die Straßensteuerung mit Loxone-Technologie mit rund 2.150 Euro, dazu ein Leisekompressor ab 195 Euro und das konfektionierte Kabel- und Schlauchpaket je nach Länge. Zusammen liegt eine solche Anlage bei rund 5.500 Euro zuzüglich Erdarbeiten. Die Grube können viele Platzbetreiber mit dem eigenen Bagger selbst machen; wir begleiten den Einbau kostenlos per WhatsApp-Foto und Video.

Ruhezeiten auf Ihrem Platz?

Campingplätze, Ferienanlagen, Wohnmobilstellplätze, Kleingartenvereine oder Wohnanlagen mit Nachtruhe – überall, wo eine Zufahrt zu festen Zeiten zu sein soll, ist die Uhr die verlässlichere Steuerung als der Mensch am Fenster. Schicken Sie uns ein Foto Ihrer Zufahrt über WhatsApp an 0172 4544485 oder rufen Sie an unter 040 226390411. Wir sagen Ihnen, ob ein Poller reicht, wie das Kabelpaket ins Haus kommt und ob ein Zeitprogramm, ein Funksender oder eine Induktionsschleife für Ihren Platz die richtige Steuerung ist. Alle Modelle und Preise finden Sie in der Übersicht versenkbare Poller aus Edelstahl V4A; Antworten auf die häufigsten Fragen auf der Seite FAQ versenkbare Poller.

WhatsApp Button