Wer sich seinen Hof in feinem Granit pflastern lässt, hat sich etwas dabei gedacht. Kleine Steine, von Hand in Bögen gesetzt, saubere Fugen – so eine Fläche hält Generationen, wenn man sie lässt. Was sie schlecht verträgt, ist genau das, was auf diesem Grundstück in Oberbayern an der Tagesordnung war: fremde Fahrzeuge, die hineinfahren, voll einschlagen, zurücksetzen und wieder verschwinden.

Der Hof liegt offen zur Straße, breit und ohne Zaun, so wie es zum Haus und zur Gegend passt. Für jeden, der auf der Straße die Richtung wechseln will, ist das die bequemste Wendemöglichkeit weit und breit. Gefragt hat nie jemand. Gedreht und gewendet wurde trotzdem.

Sechs ausgefahrene versenkbare Edelstahl-Poller sichern eine Hofeinfahrt aus Granit-Kleinpflaster in Oberbayern

Sechs Poller folgen dem Bogen der Hofkante. Die Straße bleibt, wo sie hingehört – draußen.

Warum Wenden dem Pflaster schadet

Kleinpflaster trägt Lasten ohne Weiteres, solange die Räder rollen. Kritisch wird es beim Rangieren: Wer im Stand oder im Schritttempo voll einschlägt, dreht die Reifen auf den Steinen. Dabei entstehen Schubkräfte quer zur Fuge, die einzelne Steine verdrehen und das Fugenmaterial herausarbeiten. Bei einem Pkw dauert das eine Weile, bei einem Transporter mit ein paar Tonnen geht es deutlich schneller. Hat sich der erste Stein gelockert, folgen die Nachbarn – und eine Reparatur mitten im Bogenverband sieht man hinterher fast immer. Dazu kommen Reifenabrieb und Ölflecken, die aus hellem Granit kaum wieder herausgehen.

So weit wollte es der Eigentümer gar nicht erst kommen lassen. Die Vorgabe war klar: Die Fläche soll schön bleiben, und auf ihr fährt künftig nur noch, wer dort auch hingehört.

Kein Tor, kein Zaun – der Hof sollte offen bleiben

Ein Tor hätte eine Einfriedung über die gesamte Breite vorausgesetzt. Genau die gibt es hier bewusst nicht: Der Hof öffnet sich im weiten Bogen zur Straße, und diese Offenheit macht einen guten Teil des Anwesens aus. Eine Schranke kam aus demselben Grund nicht infrage. Und Ketten oder umlegbare Pfosten haben den bekannten Haken, dass man jedes Mal aussteigen muss – nach ein paar Wochen bleiben sie offen, und das Wenden geht von vorn los.

Sechs Poller, sauber in den Granit gesetzt

Eingebaut wurden sechs versenkbare Absperrpoller aus V4A-Edelstahl in der Standardausführung mit rund 160 kg. Sie stehen nicht in einer geraden Linie, sondern folgen dem Schwung der Hofkante – so eng, dass kein Auto mehr dazwischen passt, Fußgänger, Fahrräder und Kinderwagen aber ungehindert durchkommen.

Das Pflaster ist bis an jeden Poller herangearbeitet, der Bogenverband läuft einfach weiter. Abgesenkt liegt nur noch der Edelstahldeckel bündig in der Fläche. Wer nicht weiß, dass dort eine Absperranlage sitzt, sieht sie nicht.

Versenkte Poller: Nur die Edelstahldeckel liegen bündig im Granitpflaster der Hofeinfahrt

Derselbe Hof mit abgesenkten Pollern: Übrig bleiben sechs Edelstahldeckel im Pflaster.

Video: So fährt die Anlage aus

Ein Druck auf den Funksender, und die sechs Poller kommen nacheinander aus dem Boden. Nach wenigen Sekunden steht die ganze Reihe, und der Hof ist zu.

Bedient wird per Funksender

Die Bewohner haben einen Handsender im Auto. Knopfdruck bei der Anfahrt, die Poller senken sich, man rollt in den Hof, ohne anzuhalten oder auszusteigen. Beim Wegfahren läuft es genauso, und ebenso schnell ist die Einfahrt danach wieder geschlossen.

Warum Druckluft gerade hier die richtige Wahl ist

Unsere Poller arbeiten pneumatisch. Im Poller selbst steckt nur ein Zylinder aus Edelstahl; Kompressor und Ventile stehen trocken im Haus. Im Boden liegt keine Elektronik und kein Motor, die Feuchtigkeit abbekommen könnten. In Oberbayern heißt das konkret: Schnee, Schmelzwasser, Frost und Streusalz – die Poller sind nach IP69 dicht, die Dichtungen sind für Temperaturen bis −35 °C ausgelegt, eine Heizung oder Drainage braucht die Anlage nicht.

Für einen Hof aus Granit hat diese Bauweise noch einen zweiten Vorteil. Sollte nach Jahren einmal ein Ventil oder der Kompressor getauscht werden müssen, passiert das im Haus; jedes Bauteil sitzt auf Schnellkupplungen. Das Pflaster bleibt zu. Die Anlage ist insgesamt sehr wartungsarm.

Das Material ist V4A-Edelstahl (1.4571), dieselbe Legierung, die in Schwimmbädern und in der Chemieindustrie verbaut wird. Gefertigt wird bei uns im Haus in Seevetal bei Hamburg.

Ihr Hof wird auch als Wendeplatz benutzt?

Das Muster ist fast immer dasselbe: eine breite, offene Zufahrt, eine enge Straße davor – und schon dreht dort jeder, der gerade nicht weiterweiß. Schilder ändern daran wenig. Eine Sperre, die niemandem Arbeit macht, schon. Zwei ähnliche Fälle haben wir hier beschrieben: Einfahrt mit drei Pollern gesichert und Schluss mit dem Lieferanten-Wendeplatz am Hang.

Schicken Sie uns ein Foto Ihrer Einfahrt über WhatsApp an 0172 4544485 oder rufen Sie an unter 040 226390411. Wir sagen Ihnen, wie viele Poller Sie brauchen, wo sie stehen sollten und welche Steuerung passt. Alle Modelle und Preise finden Sie in unserer Übersicht versenkbare Poller aus Edelstahl V4A; mehr zum Thema lesen Sie auf den Seiten Einfahrt-Poller und Poller auf Privatgrundstück.

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