Ein Wohnhaus in einer ruhigen Straße, davor eine kleine, offene Fläche zwischen Hecke und Hauswand, die zur Einfahrt führt. Für Fremde sah sie aus wie ein freier Parkplatz – und genau so wurde sie genutzt. Paketfahrer stellten ihren Wagen ab, während sie die Straße abarbeiteten, Besucher der Nachbarschaft parkten „nur kurz“, und die Eigentümer standen regelmäßig vor ihrem eigenen Grundstück und kamen nicht hinein. Mehr als einmal mussten sie erst warten, bis der Paketdienst zurückkam, bevor sie auf ihr Grundstück fahren konnten.
Ansprechen und Zettel helfen nicht
Das Problem: Es waren nie dieselben Leute. Wer heute parkte, war morgen wieder jemand anderes. Ein freundliches Wort oder ein Zettel hinter dem Scheibenwischer erreichte immer nur den, der gerade da war – und am nächsten Tag stand der Nächste. Auf Dauer war das kein Zustand.
Warum kein Tor und keine Kette?
Für einen Zaun mit Schiebetor war die Zufahrt zu klein und die Durchfahrt zu eng – schlicht kein Platz für Laufschiene und Torflügel. Eine Kette zwischen zwei Pfosten wäre möglich gewesen, hat aber einen bekannten Haken: Bei jedem Ein- und Ausfahren muss man aussteigen, die Kette lösen, hindurchfahren, wieder aussteigen und sie spannen. Bei Regen und Schnee wird man das schnell leid. Die Kette bleibt immer öfter liegen – und dann ist die Zufahrt wieder offen.
Drei versenkbare Poller
Gesetzt wurden drei versenkbare Poller aus V4A-Edelstahl (1.4571), entlang der Kante zwischen Straße und Grundstück. Ausgefahren passt kein Auto mehr dazwischen, Fußgänger kommen weiterhin durch – auch der Paketbote, nur eben zu Fuß. Abgesenkt liegen nur die Edelstahldeckel bündig im Pflaster.
Öffnen, ohne anzuhalten
Bedient werden die Poller per Funksender aus dem Auto. Schon während der Anfahrt drückt man den Knopf, die Poller senken sich in wenigen Sekunden ab, und man rollt ohne anzuhalten auf das Grundstück. Ein zweiter Druck schließt die Anlage wieder hinter dem Auto. Handsender gibt es in beliebiger Anzahl, damit jedes Familienmitglied einen hat.
Druckluft statt Motor im Boden
Unsere Poller arbeiten pneumatisch. Im Poller steckt nur ein Zylinder aus Edelstahl; Kompressor und Ventile stehen trocken im Haus. Im Boden liegt weder Motor noch Elektronik, die Regen, Frost oder Streusalz abbekommen könnten. Die Poller sind nach IP69 dicht, die Dichtungen bis −35 °C ausgelegt, eine Heizung braucht die Anlage nicht. Sie ist sehr wartungsarm. Ausgefahren rastet jeder Poller mechanisch ein und lässt sich nicht herunterdrücken. Gefertigt werden die Poller bei uns im Haus in Seevetal bei Hamburg.
Das Ergebnis
Seit dem Einbau ist die Zufahrt frei, wann immer die Eigentümer nach Hause kommen. Keine Zettel mehr, keine Diskussionen, kein Warten auf fremde Fahrer. Ort und Namen nennen wir aus Datenschutzgründen nicht.
Auch Ihre Einfahrt wird zugeparkt?
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