In der Stadt entscheidet der Parkplatz oft darüber, ob ein Kunde überhaupt hereinkommt. Wer erst dreimal um den Block fahren muss, fährt beim nächsten Mal woandershin. Ein Raumausstatter im Hamburger Raum hatte dafür eigentlich die perfekte Voraussetzung: eine große Parkfläche direkt vor dem Geschäft, gut sichtbar von der Straße. Genau das wurde zum Problem.

Die Parkfläche liegt direkt vor der Glasfront des Geschäfts – für Kunden ideal, für Fremdparker leider auch.
Fremdparker über Nacht – und morgens kein Platz für Kunden
Am Abend und in der Nacht stellten Anwohner und Besucher der Umgebung ihre Autos auf die Fläche. Das wäre noch zu verkraften gewesen, wenn sie morgens zur Ladenöffnung wieder weg gewesen wären. Waren sie aber oft nicht. Regelmäßig musste der Inhaber Fahrzeuge abschleppen lassen, bevor seine Kunden parken konnten – mit Telefonaten, Wartezeit, Ärger und verlorenen Vormittagen. Schilder hatte er längst aufgestellt. Sie wurden ignoriert.
Warum kein Zaun und keine Schranke?
Eine Einzäunung hätte die offene, einladende Front des Geschäfts zugebaut – genau das, was ein Ladengeschäft nicht gebrauchen kann. Eine Schranke hätte nur eine Zufahrt geregelt, die Fläche liegt aber auf breiter Front zur Straße offen. Und wer morgens erst ein Tor aufschließen muss, ist abends irgendwann zu müde, es wieder zuzumachen.
Sieben Poller entlang der Straßenkante
Der Inhaber entschied sich für sieben versenkbare Poller der Serie Absperrpoller Edelstahl V4A Pneumatisch 60 cm Hub, gesetzt in einer Linie entlang der Grenze zwischen Gehweg und Parkfläche. Ausgefahren passt kein Auto mehr zwischen ihnen hindurch, Fußgänger kommen weiter auf den Platz und zum Eingang. Abgesenkt liegt nur noch der Edelstahldeckel bündig im Pflaster, und die gesamte Fläche ist frei befahrbar.
Alle zusammen, in Gruppen oder einzeln
Gesteuert wird die Anlage per Fernbedienung. Die Poller lassen sich alle gleichzeitig, in Gruppen oder einzeln heben und senken. So kann der Inhaber morgens die ganze Fläche für Kunden freigeben, abends alles schließen – oder tagsüber nur einen Abschnitt offen lassen, etwa für eine Anlieferung, während der Rest gesperrt bleibt.

Der LED-Leuchtring am Pollerkopf macht die Anlage auch bei Dunkelheit gut sichtbar. Abgesenkt liegt nur noch der Edelstahldeckel bündig im Pflaster.
Druckluft statt Motor im Boden
Unsere Poller arbeiten pneumatisch. Im Poller steckt nur ein Zylinder aus Edelstahl; Kompressor und Ventile stehen trocken im Geschäft. Im Boden liegt weder Motor noch Elektronik, denen Regen, Streusalz oder Frost etwas anhaben könnten. Die Poller sind nach IP69 dicht, die Dichtungen bis −35 °C ausgelegt, eine Heizung oder Drainage braucht die Anlage nicht. Sie ist sehr wartungsarm. Ausgefahren rastet jeder Poller mechanisch ein und lässt sich nicht herunterdrücken – auch nicht, wenn jemand den Luftschlauch durchtrennt. Gefertigt werden die Poller bei uns im Haus in Seevetal bei Hamburg.
Das Ergebnis
Seit dem Einbau ist die Fläche morgens frei. Keine Abschleppdienste mehr, keine Diskussionen, keine Kunden, die vor der Tür umdrehen. Die Parkplätze gehören wieder denen, für die sie gedacht sind – den Kunden.
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