Hinter der blauen Polycarbonat-Fassade stehen Flugzeuge, Avionik, Werkzeug und Ersatzteile im Millionenwert. Ein Hangar ist von außen nichts anderes als eine große Halle mit einem noch größeren Tor – und genau das macht ihn für professionelle Diebe interessant: Wer nachts mit einem Transporter bis an das Gebäude fährt, hat die halbe Arbeit schon erledigt. Zäune und Gelände-Tore halten Fußgänger fern, aber nicht ein Fahrzeug, das mit Anlauf kommt. An diesem Flughafen sichern deshalb 24 versenkbare Sicherheitspoller aus Edelstahl V4A von Braun Antriebe die komplette Hangarfront. Den Standort nennen wir aus Sicherheitsgründen nicht.

Reihe ausgefahrener versenkbarer Sicherheitspoller aus Edelstahl V4A entlang der Front eines Flughafen-Hangars mit blauer Polycarbonat-Fassade

Die gesamte Hangarfront in einer Linie: 24 Poller, so dicht gesetzt, dass kein Fahrzeug dazwischen passt. Rechts das Hangartor, das die Poller ausgefahren für jedes Fahrzeug unerreichbar machen.

Warum ein Poller-Riegel und kein Zaun vor dem Hangar?

Ein Hangar lebt davon, dass die Front frei ist. Das Tor muss sich öffnen lassen, Flugzeuge, Schlepper und Servicefahrzeuge müssen an das Gebäude heran. Ein Zaun oder ein zweites Tor direkt vor der Halle würde den Betrieb jeden Tag behindern und wäre bei einem Rammangriff ohnehin nur ein Blechhindernis. Der versenkbare Poller löst beides: Abgesenkt liegt nur ein Edelstahldeckel bündig im Asphalt, und die Fläche vor dem Hangar ist frei, als gäbe es die Anlage nicht. Ausgefahren steht eine Reihe aus massivem Edelstahl, an der ein Transporter oder ein Lkw hängen bleibt, bevor er das Tor erreicht.

Für den Tagesbetrieb senkt sich die ganze Reihe in wenigen Sekunden, gesteuert aus dem Gebäude. Nach Feierabend fahren die Poller aus, und der Hangar ist für Fahrzeuge dicht – ohne dass jemand Ketten spannt oder ein Tor abschließt.

Höhensicherung: Einmal oben, lässt sich der Poller nicht mehr herunterdrücken

Bei einem Objekt mit Millionenwerten geht es nicht nur darum, dass ein Poller ausfährt, sondern darum, dass er oben bleibt, wenn jemand ihn gezielt angreift. Unsere Sicherheitspoller haben dafür eine mechanische Höhensicherung: Beim Ausfahren rastet die Kolbenstange über einen Verriegelungsbolzen ein. Ab diesem Moment trägt nicht mehr die Druckluft den Poller, sondern der Bolzen. Selbst wenn ein Einbrecher die Pneumatikleitungen durchtrennt und die Luft entweicht, bleibt der Poller in Position. Von außen gibt es nichts, was sich lösen, aufhebeln oder mit einem Werkzeug entriegeln ließe.

Dazu kommt das Verhalten bei Stromausfall. Bei unseren pneumatischen Anlagen ist es einstellbar, und für Diebstahlschutz stellt man sie so ein, dass die Poller ohne Strom oben bleiben oder ausfahren. Wer die Stromversorgung kappt, sperrt sich also selbst aus. Eine Frage, die Sie jedem Anbieter stellen sollten: Gibt es außen am Poller einen Anschluss für eine Notentriegelung – und wer kommt daran?

Was im Boden steckt – und was nicht

In jedem der 24 Poller sitzt nur ein Edelstahlzylinder. Kompressor, Ventile und Steuerung stehen geschützt im Gebäude, von außen ist keine Klappe und kein Technikschrank zu sehen. Das ist bei einem Hangar am Flughafen mehr als ein Komfortgewinn:

  • Edelstahl V4A (1.4571): gebürstet, korrosionsbeständig gegen Regen, Frost und Streusalz. Kein Anstrich, der nachgearbeitet werden müsste.
  • Dicht nach IP69: Starkregen, Schnee und Hochdruckreiniger sind für den Zylinder kein Thema. Es gibt keine Elektronik im Boden, die feucht werden könnte.
  • Keine Heizung, keine Drainage, kein Endschalter: Was nicht im Poller verbaut ist, kann dort auch nicht ausfallen oder manipuliert werden.
  • Sehr wartungsarm: Wenn nach Jahren doch einmal ein Teil zu tauschen ist, dann Kompressor oder Ventil im Technikraum – nicht ein Poller im Asphalt vor dem Hangar.

Warum wir bei Sicherheitspollern auf Druckluft setzen und wo Elektrospindel und Hydraulik ihre Grenzen haben, erklärt unser Antriebsvergleich Druckluft, Hydraulik und Elektrospindel.

Einbau: 24 Hülsen in einer Linie entlang der Front

Das Baustellenfoto zeigt, wie so eine Anlage entsteht: Entlang der Hangarfront wurde ein Graben ausgehoben, die 24 Einbauhülsen wurden in einer Flucht gesetzt und ausgerichtet, das Leitungspaket ins Gebäude geführt. Anschließend wurde der Graben lagenweise mit dem Stampfer verdichtet – ohne Betonverstärkung, so wie unsere Poller ausgelegt sind. Zum Schluss kam der Asphalt zurück, und die Deckel liegen heute bündig in der Fläche. Bei 24 Pollern in einer Reihe ist die Ausrichtung der eigentliche Aufwand; der Rest ist Erdarbeit, die jeder Tiefbauer beherrscht.

Einbau von 24 versenkbaren Pollern am Flughafen-Hangar: Einbauhülsen in einer Reihe im Graben, Stampfer zum Verdichten und Minibagger

Während des Einbaus: Die Hülsen stehen in einer Flucht im Graben, der Stampfer verdichtet den Boden Lage für Lage, der Minibagger füllt nach. Betoniert wird hier nichts.

Was Betreiber von Flugplätzen, Autohäusern und Lagern daraus mitnehmen können

Drei Entscheidungen aus diesem Projekt passen auf fast jedes Gebäude, in dem hohe Werte hinter einem großen Tor stehen. Erstens: Nicht das Gelände absperren, sondern die Front des Gebäudes – dort, wo ein Fahrzeug den Schaden anrichtet. Zweitens: Die Sperre muss mechanisch verriegeln und bei Stromausfall geschlossen bleiben, sonst ist sie nur so gut wie das Kabel, das man durchschneidet. Drittens: Technik ins Gebäude, nicht in den Boden – das hält die Anlage unauffällig, sabotagesicher und den Service einfach.

Wie Autohäuser dasselbe Prinzip nutzen, zeigt unsere Referenz Mercedes-Benz Center Hamburg. Die Grundlagen zu Ramm-, Einbruch- und Diebstahlschutz stehen in der Themenwelt Ramm-, Einbruch- und Diebstahlschutz; speziell zu Flughäfen und Flugplätzen haben wir die Seite Flughafen-Absicherung zusammengestellt. Welche Modelle für welchen Schutzbedarf infrage kommen, steht auf der Seite Sicherheitspoller.

Sie wollen einen Hangar, eine Halle oder ein Autohaus gegen Diebstahl sichern?

Schicken Sie uns ein Foto der Front per WhatsApp an 0172 4544485 oder rufen Sie an unter 040 226390411. Wir fertigen die Poller in Seevetal bei Hamburg selbst, liefern Zeichnungen und Datenblätter für Ausschreibungen und begleiten den Einbau. Den Sicherheitspoller mit 30 mm Wandstärke und alle weiteren Modelle finden Sie in der Übersicht versenkbare Poller aus Edelstahl V4A.

WhatsApp Button