Kurz gesagt
- Ein pneumatisch versenkbarer Poller aus Edelstahl V4A von Braun Antriebe lässt sich auf vier Arten bedienen: per Funk-Handsender (29,50 € je Sender, Funksteuerung 245 €), per Anruf über ein GSM-Modul (85 €, bis zu 200 Rufnummern), per Kennzeichenerkennung (1.950 €) oder über die Straßensteuerung mit Loxone-Miniserver (2.150 €), die KNX, Apple Home, Alexa und HomeLink anbindet.
- Faustregel: bis zehn Durchfahrten am Tag und ein fester Nutzerkreis → Funk; wechselnde Nutzer ohne Handsender → GSM; mehr als zehn Durchfahrten, Lieferverkehr oder Smart Home → Straßensteuerung, bei Bedarf mit Kennzeichenkamera.
- Der Hub dauert 3 bis 10 Sekunden. Bei Stromausfall bleibt der Poller stehen und kann per Druckluftstoß abgesenkt werden.
Die Frage nach der Bedienung entscheidet darüber, ob eine Polleranlage im Alltag als Erleichterung oder als Hürde wahrgenommen wird. Ein Handsender im Auto ist für eine Familie perfekt, für die 40 Mieter einer Wohnanlage aber unbrauchbar. Ein Lieferant braucht Zutritt, ohne dass jemand aufsteht – und die Feuerwehr will die Zufahrt auch dann öffnen, wenn niemand zu Hause ist. Dieser Beitrag beschreibt die vier Steuerungsarten, die wir in Seevetal bei Hamburg für unsere pneumatischen Poller anbieten, was sie kosten, wie sie sich kombinieren lassen und welche Anlage zu welcher Zufahrt passt. Er gehört zur Themenwelt Einfahrt, Stellplatz und Fahrzeug schützen.
Wie wird ein pneumatischer Poller überhaupt angesteuert?
Jede Steuerung eines pneumatischen Pollers tut am Ende dasselbe: Sie schaltet ein Magnetventil, das Druckluft mit 8 bis 10 bar vom Kompressor in den Pollerzylinder leitet oder wieder ablässt. Ob der Schaltbefehl von einem Handsender, einem Anruf, einer Kamera oder einem KNX-Taster kommt, ändert am Poller nichts – im Boden liegt nur der Edelstahlzylinder, die gesamte Intelligenz sitzt im Haus oder im Technikschrank.
Das hat zwei praktische Folgen. Erstens lässt sich die Steuerung später wechseln oder erweitern, ohne den Poller auszubauen: Wer heute mit Funk startet, kann in drei Jahren eine Straßensteuerung mit Kennzeichenkamera nachrüsten. Zweitens sind alle Bedienarten kombinierbar, weil sie nur potentialfreie Kontakte oder Netzwerkbefehle an dieselbe Ventilsteuerung liefern. Ein potentialfreier Kontakt ist ein einfacher Schaltkontakt ohne eigene Spannung – die Schnittstelle, über die auch Gebäudeautomation, Schranken oder Alarmanlagen mit dem Poller sprechen.
Welche Steuerungen gibt es für versenkbare Poller und was kosten sie?
Für unsere Poller gibt es vier Steuerungsstufen: die kompakte Funksteuerung mit Handsendern für 245 € plus 29,50 € je Sender, das GSM-Modul für 85 €, die intelligente Straßensteuerung mit Loxone-Miniserver für 2.150 € und – als Ergänzung zur Straßensteuerung – die automatische Kennzeichenerkennung für 1.950 €. Dazu kommen Zubehörteile wie Taster, Ampelsäule (1.350 € oder 1.450 €) und Induktionsschleifen.
| Steuerung | So wird geöffnet | Nutzerzahl | Preis (inkl. MwSt.) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Funksteuerung + Handsender | Taste am Handsender: eine hebt, eine senkt; 868 MHz, bis 100 m Reichweite | fester Kreis, ein Sender je Nutzer | 245 € + 29,50 € je Sender | Einfamilienhaus, Carport, Hofeinfahrt |
| GSM-Modul | Kostenloser Anruf von einer freigegebenen Rufnummer | bis 200 Rufnummern | 85 € | Wohnanlage, Mieter, Lieferanten, Ferienhaus |
| Straßensteuerung (Loxone) | Induktionsschleife, Zeitplan, App, KNX/Apple Home/Alexa/HomeLink, Fernwartung | unbegrenzt, auch anonym per Schleife | 2.150 € | Gewerbe, Wohnanlagen, Hotels, mehr als 10 Durchfahrten/Tag |
| Kennzeichenerkennung | Kamera liest das Kennzeichen, öffnet für eingetragene Fahrzeuge | Whitelist der Kennzeichen | 1.950 € (Ergänzung zur Straßensteuerung) | Firmenparkplatz, Autohaus, Innenstadtzufahrt |
| Stationärer Taster | Bedienung am Gebäude oder an der Säule | alle mit Zugang zum Taster | Zubehör | Pforte, Hausmeister, Notbedienung |
Preise Stand September 2026. Jede Steuerung braucht zusätzlich einen Kompressor (195 € für bis zu vier, 450 € für bis zu zwanzig Poller). Wie sich das im Gesamtbudget niederschlägt, rechnet der Beitrag Was kostet eine Polleranlage? mit drei Beispielanlagen durch.
Funkfernbedienung: Für wen reicht der Handsender?
Der Funk-Handsender ist die richtige Bedienung, wenn ein fester Kreis von ein bis fünf Personen die Zufahrt mehrmals am Tag nutzt und niemand sonst Zutritt braucht. Der Sender arbeitet mit 868 MHz, hat bis zu 100 m Reichweite und vier Tasten, mit denen sich bis zu vier Anlagen bedienen lassen – Poller, Schiebetor, Schranke und Garagentor mit einem Gerät. Eine Taste hebt den Poller, eine senkt ihn; der Hub dauert 3 bis 10 Sekunden.
Die Funksteuerung selbst ist bewusst einfach gehalten: keine Automatik, kein Netzwerk, keine App. Das ist ihr Vorteil bei Privateinfahrten – es gibt nichts zu konfigurieren, und der Sender liegt im Auto wie der Garagentoröffner. Ihre Grenze zeigt sich, sobald Personen ohne Sender hinein sollen: Der Paketbote, die Putzhilfe oder der Besuch müssen dann anrufen, damit jemand von drinnen öffnet.
So arbeitet die Hofeinfahrt in Oberbayern: Sechs Standardpoller im Bogen der Hofkante fahren per Handsender aus dem Auto heraus nacheinander ab – der Eigentümer bleibt sitzen, Fußgänger und Radfahrer kommen zwischen den Pollern jederzeit durch. Ein Tor hätte hier die offene Hofoptik zerstört, eine Kette hätte Aussteigen verlangt.
GSM-Steuerung: Wie öffnet man den Poller per Anruf?
Das GSM-Modul öffnet den Poller, wenn eine freigegebene Rufnummer anruft – der Anruf ist für den Nutzer kostenlos, und bis zu 200 Rufnummern lassen sich hinterlegen. GSM steht für das Mobilfunknetz; das Modul enthält eine SIM-Karte und braucht am Standort Mobilfunkempfang, aber weder Internet noch eine App auf dem Handy des Nutzers.
Diese Steuerung löst das Problem der wechselnden Nutzer ohne Hardwareverteilung. Für eine Wohnanlage mit 40 Stellplätzen wären 40 Handsender à 29,50 € nicht nur teurer als das Modul für 85 €, sie müssten auch bei jedem Mieterwechsel eingesammelt werden. Beim GSM-Modul wird stattdessen die Rufnummer gelöscht. Ebenso praktisch ist es für Lieferanten mit festen Fahrern, für Ferienhäuser, deren Gäste wechseln, oder für Angehörige, die gelegentlich vorbeikommen.
Zu beachten: Wer anruft, muss das Handy zur Hand haben, und ein Anruf ist etwas langsamer als ein Tastendruck. In der Praxis kombinieren viele Betreiber beides – Handsender für die tägliche Nutzung, GSM als Hintertür für alle anderen.
Straßensteuerung mit Loxone: Wann lohnt sich die intelligente Steuerung?
Die Straßensteuerung mit Loxone-Miniserver lohnt sich ab etwa zehn Durchfahrten pro Tag oder sobald Abläufe automatisch laufen sollen: Sie öffnet über Induktionsschleifen ohne Zutun des Fahrers, fährt den Poller nach der Durchfahrt selbsttätig wieder aus, folgt Zeitplänen, schaltet eine Ampelsäule und bindet KNX, Apple Home, Alexa, HomeLink, Homematic, Crestron oder eine SPS an. Dazu kommt die Fernwartung: Wir können die Steuerung bei Bedarf aus Seevetal einsehen und Zeitpläne oder Berechtigungen anpassen.
Eine Induktionsschleife ist eine im Fahrbahnbelag vergossene Drahtschleife, die ein darüber stehendes Fahrzeug an der Veränderung des Magnetfelds erkennt. Bei Polleranlagen übernimmt sie zwei Aufgaben: Als Ausfahrtsschleife senkt sie den Poller, sobald ein Fahrzeug von innen kommt – niemand muss aussteigen oder drücken. Als Sicherheitsschleife direkt am Poller verhindert sie, dass der Poller ausfährt, während ein Fahrzeug darüber steht.
Genau so läuft die Durchfahrt einer Berliner Wohnanlage, deren Stellplätze vorher von Supermarktkunden belegt wurden: Einfahrt per Funksender, Ausfahrt über die Schleife, automatisches Wiederausfahren nach wenigen Sekunden, eine zweite Schleife als Sicherheitsschleife. Bei mehrfach täglicher Nutzung durch viele Parteien wäre jede Bedienung von Hand eine Fehlerquelle.
Die Zeitsteuerung ist die einfachste Automatik: Auf dem Campingplatz mit Mittagsruhe fährt der Poller um 12 Uhr aus und um 15 Uhr wieder ein – zwei Schaltzyklen am Tag, niemand muss die Regel durchsetzen, und die rote LED macht den Poller in der Dämmerung sichtbar.
Smart Home und KNX: Wie kommt der Poller in die Hausautomation?
In ein Smart Home wird der Poller entweder über potentialfreie Kontakte an der Ventilsteuerung eingebunden – so hat es das KNX-Projekt aus unserer Referenz gemacht – oder über die Straßensteuerung, die Loxone, KNX, Apple Home, Alexa und HomeLink direkt anspricht. Der Poller wird damit zu einem Aktor wie ein Rollladen oder eine Außenleuchte und lässt sich in Szenen einbinden.
Was das im Alltag bringt, zeigt die Einfahrt mit KNX-Anbindung: Die Poller sind mit der Außenbeleuchtung gekoppelt, der rote LED-Ring markiert die Sperre bei Dunkelheit, und die Sicherheitsschleife im Boden blockiert das Ausfahren, solange ein Fahrzeug darüber steht. Typische Szenen sind:
- „Abwesend": Poller hoch, Außenlicht auf Bewegungsmelder, Alarmanlage scharf.
- „Nach Hause": Beim Öffnen des Garagentors senkt sich der Poller, das Hoflicht geht an.
- „Nachtruhe": Poller ab 22 Uhr automatisch oben, morgens um 6 Uhr wieder unten für die Zeitung.
- Sprachbefehl über Apple Home oder Alexa, wenn der Handsender im anderen Auto liegt.
- HomeLink: Bedienung über die im Fahrzeug integrierten Tasten statt eines separaten Senders.
Die 12-V-RGB-LED im Pollerkopf wird übrigens getrennt per Bluetooth-App gesteuert: Farbe sowie Dauer-, Dreh-, Lauf- oder Blinklicht lassen sich dort einstellen – rot für gesperrt, grün für frei ist die übliche Wahl.
Kennzeichenerkennung: Wie öffnet der Poller ohne Sender und ohne Anruf?
Die automatische Kennzeichenerkennung liest das Kennzeichen des ankommenden Fahrzeugs mit einer Kamera und senkt den Poller, wenn das Kennzeichen auf der hinterlegten Liste steht – der Fahrer braucht weder Sender noch Handy. Die Kamera kostet 1.950 € als Ergänzung zur Straßensteuerung, wird per PoE (Strom über das Netzwerkkabel) versorgt, läuft mit einem lokalen Webinterface und ohne Cloud oder Abo.
Für die Kamera bieten wir einen eigenen starren Poller mit integrierter Kennzeichenerkennung (3.450 €) an: 27 cm Durchmesser, rund 100 cm hoch, 6 mm Wand, die Kamera sitzt in einer CNC-gefrästen Öffnung, der Innenraum nimmt die Technik auf. Er steht als feste Säule neben der Zufahrt und steuert die versenkbaren Poller, ein Schiebetor oder eine Schranke. Sinnvoll ist das bei Firmenparkplätzen mit vielen Fahrzeugen, bei Autohäusern mit wechselnden Vorführwagen und in Innenstadtzufahrten, wo Anlieger, Lieferanten und Rettungsdienste unterschiedliche Rechte haben.
Wer Kennzeichen erfasst, verarbeitet personenbezogene Daten. Die lokale Verarbeitung ohne Cloud erleichtert die Umsetzung, ersetzt aber nicht die Information der Nutzer und die Klärung, wie lange Aufzeichnungen gespeichert werden. Diesem Thema widmen wir in einigen Wochen einen eigenen Beitrag.
Ampel, Sicherheitsschleife und Taster: Welches Zubehör gehört zur Steuerung?
Bei Zufahrten mit Gegenverkehr oder Sichtbehinderung gehört eine Ampelsäule zur Steuerung: Die Edelstahl-Ampelsäule kostet 1.350 € mit zwei roten oder 1.450 € mit zwei roten und zwei grünen Leuchten und zeigt dem Fahrer, ob der Poller unten ist. Sicherheitsschleifen verhindern, dass der Poller unter einem Fahrzeug ausfährt, und ein Taster am Gebäude gibt Hausmeister oder Pforte eine Bedienung ohne Sender.
Die Ampel ist keine Spielerei. Ein Poller mit 160 kg, der in 3 bis 10 Sekunden ausfährt, muss für jeden Fahrer eindeutig lesbar sein. In der Referenz mit dem Lieferwagen, der einen Poller rammte, hielt der Poller stand – besser ist es, wenn Rot und Grün den Anprall gar nicht erst entstehen lassen.
Welche Steuerung passt zu welcher Zufahrt?
Die Auswahl richtet sich nach drei Fragen: Wie viele Personen fahren durch, wechseln diese Personen, und sollen Abläufe automatisch laufen? Die folgende Tabelle ordnet typische Zufahrten den Steuerungen zu, die wir dafür empfehlen.
| Zufahrt | Nutzer | Empfohlene Steuerung | Sinnvolle Ergänzung |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus, Carport | 2–4 feste Nutzer | Funksteuerung + Handsender | GSM-Modul für Besuch und Lieferdienste |
| Hofeinfahrt mit mehreren Pollern | Familie, gelegentlich Handwerker | Funksteuerung + Handsender | LED-Ring, Taster am Haus |
| Smart-Home-Haus (KNX, Loxone) | Familie | Straßensteuerung oder potentialfreie Kontakte | Sicherheitsschleife, Kopplung mit Licht und Garagentor |
| Wohnanlage, Tiefgarage | 20–200 wechselnde Nutzer | GSM-Modul oder Straßensteuerung mit Schleife | Ampelsäule, automatisches Wiederausfahren |
| Firmenzufahrt, Lieferverkehr | Mitarbeiter, Lieferanten, Rettungsdienste | Straßensteuerung | Kennzeichenerkennung, Ampel, Zeitplan |
| Autohaus, Vorführwagen | Mitarbeiter, häufig wechselnde Fahrzeuge | Straßensteuerung + Kennzeichenerkennung | Nachtsperre per Zeitplan |
| Campingplatz, Ferienanlage, Feuerwehrzufahrt | feste Sperrzeiten, Rettungsdienst | Straßensteuerung mit Zeitplan | Taster oder GSM-Freigabe für Rettungsdienste |
- Wie viele Durchfahrten am Tag? Unter zehn → Funk oder GSM, darüber → Straßensteuerung.
- Wechseln die Nutzer (Mieter, Gäste, Fahrer)? → GSM oder Kennzeichenerkennung statt Handsender.
- Soll der Poller nach der Durchfahrt automatisch wieder ausfahren? → Straßensteuerung mit Schleife.
- Gibt es feste Sperrzeiten (Nacht, Mittagsruhe, Wochenende)? → Zeitplan in der Straßensteuerung.
- Ist ein Smart Home vorhanden (KNX, Loxone, Homematic, Apple Home)? → Anbindung von Anfang an planen.
- Müssen Feuerwehr oder Rettungsdienst öffnen können? → Taster oder GSM-Freigabe festlegen.
- Sichtverhältnisse an der Zufahrt? → Ampelsäule und LED-Ring einplanen.
- Liegt Netzwerk an der Einfahrt? → für Kennzeichenkamera (PoE) und Fernwartung nötig.
Was passiert bei Stromausfall oder wenn der Sender fehlt?
Bei einem Stromausfall bleibt der pneumatische Poller in seiner Position stehen – ausgefahren bleibt die Zufahrt gesperrt, abgesenkt bleibt sie frei. Zum Absenken ohne Strom genügt ein kurzer Druckluftstoß auf den Stempel, der die Verriegelung öffnet; zum Heben braucht die Anlage Spannung am Ventil und 8 bis 10 bar im Kessel. Weil keine Elektronik im Poller sitzt, gibt es keinen Akku und keine Endschalter, die nach dem Ausfall neu angelernt werden müssten.
Ein verlorener Handsender ist kein Sicherheitsrisiko, solange die Anlage einen zweiten Weg hat: einen Taster im Haus, das GSM-Modul oder die App der Straßensteuerung. Deshalb empfehlen wir bei jeder Anlage mindestens zwei voneinander unabhängige Bedienwege. Der Sender selbst funktioniert ausschließlich mit unseren Systemen.
Wie wird die Steuerung installiert und was ist bei der Planung zu beachten?
Die Steuerung wird zusammen mit dem Kompressor im Gebäude oder in einem Technikschrank (165 €) montiert, das Kabel-/Schlauchpaket zum Poller liegt in einem ca. 30 cm tiefen Graben, und den 230-V-Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Für Funk und GSM ist das in wenigen Stunden erledigt; Straßensteuerung, Induktionsschleifen, Ampel und Kamera brauchen einen Arbeitstag und einen Netzwerkanschluss.
Drei Planungshinweise aus unseren Projekten: Erstens die Schleifen vor dem Pflastern einbauen – nachträgliches Schneiden ist möglich, aber aufwendiger. Zweitens die Reichweite des Funks prüfen: 100 m sind viel, dicke Betonwände zwischen Steuerung und Straße reduzieren sie. Drittens den Mobilfunkempfang am Standort der GSM-Steuerung testen, bevor die Rufnummern eingerichtet werden. Wer unsicher ist, schickt uns Fotos und einen Lageplan – wir schlagen die Steuerung vor, die zur Zufahrt passt, und liefern alle Komponenten aus einer Hand.
Häufige Fragen zur Steuerung versenkbarer Poller
Kann ich den Poller mit dem Smartphone öffnen?
Ja, auf zwei Wegen: Das GSM-Modul (85 €) öffnet per kostenlosem Anruf von einer freigegebenen Rufnummer, ganz ohne App. Die Straßensteuerung mit Loxone (2.150 €) bietet zusätzlich eine App und die Einbindung in Apple Home oder Alexa.
Wie viele Handsender kann ich anlernen?
Die Funksteuerung ist für Privateinfahrten mit einem festen Nutzerkreis ausgelegt; jeder Nutzer bekommt einen eigenen Sender für 29,50 €. Für viele oder wechselnde Nutzer ist das GSM-Modul mit bis zu 200 Rufnummern oder die Kennzeichenerkennung die bessere Wahl.
Fährt der Poller nach der Durchfahrt automatisch wieder aus?
Mit der Straßensteuerung ja: Eine Induktionsschleife erkennt die Durchfahrt, und der Poller fährt nach wenigen Sekunden wieder aus, während eine Sicherheitsschleife das Ausfahren unter einem Fahrzeug verhindert. Bei der reinen Funksteuerung senkt und hebt der Nutzer den Poller per Taste.
Lässt sich der Poller in KNX oder Loxone einbinden?
Ja. Entweder über potentialfreie Kontakte an der Ventilsteuerung oder über die Straßensteuerung mit Loxone-Miniserver, die KNX, Apple Home, Alexa, HomeLink, Homematic und Crestron anbindet. Der Poller wird dann wie ein Rollladen in Szenen eingebunden.
Was passiert bei Stromausfall?
Der Poller bleibt stehen. Zum Absenken genügt ein kurzer Druckluftstoß auf den Stempel; zum Heben braucht die Anlage Spannung am Ventil und 8 bis 10 bar Druck. Im Poller selbst sitzt keine Elektronik, die neu gestartet werden müsste.
Kann ich die Steuerung später wechseln?
Ja. Alle Steuerungen schalten dasselbe Magnetventil im Gebäude. Von Funk auf GSM, Straßensteuerung oder Kennzeichenerkennung zu wechseln, ist ohne Eingriff am Poller oder am Pflaster möglich.
Wie lange dauert das Absenken?
Der Hub dauert je nach Modell 3 bis 10 Sekunden. Der Kompressor läuft nach jedem Hub etwa 30 Sekunden nach, um den Kessel wieder auf 8 bis 10 bar zu füllen.
Brauche ich Internet an der Einfahrt?
Für Funk und GSM nicht. Die Straßensteuerung nutzt einen Netzwerkanschluss für App, Smart-Home-Anbindung und Fernwartung, und die Kennzeichenkamera wird per PoE über das Netzwerkkabel versorgt – Cloud oder Abo sind nicht nötig.
Das Wichtigste in drei Sätzen
Ein pneumatisch versenkbarer Poller von Braun Antriebe wird per Funk-Handsender (245 € Steuerung plus 29,50 € je Sender), per Anruf über das GSM-Modul (85 €, bis 200 Rufnummern), über die Straßensteuerung mit Loxone (2.150 €, Induktionsschleife, Zeitplan, KNX, Apple Home, Alexa, HomeLink) oder per Kennzeichenerkennung (1.950 €) bedient – und alle Wege lassen sich kombinieren und später nachrüsten, weil sie nur ein Magnetventil im Gebäude schalten. Bis zehn Durchfahrten am Tag mit festen Nutzern reicht Funk, wechselnde Nutzer bekommen GSM, ab zehn Durchfahrten oder mit Smart Home ist die Straßensteuerung die richtige Basis. Braun Antriebe fertigt die Poller aus Edelstahl V4A in Seevetal bei Hamburg und entwickelt die Steuerungen für die eigenen Anlagen – die Referenzen in diesem Beitrag sind unsere eigenen Projekte.
Mehr zur Fernbedienung im Überblick auf der Seite Versenkbare Poller mit Fernbedienung; welcher Poller zu Ihrer Zufahrt passt, klärt der Beitrag Versenkbare Poller für die Einfahrt, und für gewerbliche Zufahrten mit vielen Nutzern der Beitrag Zufahrtskontrolle für Firmengelände.
Welche Steuerung passt zu Ihrer Zufahrt? Schicken Sie uns Fotos und die Zahl der täglichen Durchfahrten – wir schlagen die passende Lösung vor.
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