Kurz gesagt
- Ein pneumatisch versenkbarer Poller aus Edelstahl V4A von Braun Antriebe verursacht im Jahr Betriebskosten im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobereich: Der Kompressor (520 W) läuft je Fahrt rund 30 Sekunden, das sind unter 0,01 kWh pro Bewegung.
- Pflege statt Wartungsvertrag: Kondenswasser am Kompressor alle vier bis acht Wochen ablassen (etwa eine Minute), Pollerkopf von Laub und Sand freihalten, Edelstahl mit klarem Wasser abspülen. Kein Öl, keine Heizung, keine Pumpe.
- Der teuerste denkbare Reparaturfall der Druckluft-Anlage kostet rund 240 €: Kompressor ca. 180–195 €, Magnetventil ca. 50 €, Expressversand ca. 10 € – getauscht per Schnellkupplung im Gebäude, ohne den Poller auszubauen.
- Zum Vergleich aus unserer Erfahrung: Bei einer Elektrospindel liegt der Reparaturfall durch den Fachtechniker bei etwa 2.500 €, bei Hydraulik bei etwa 3.750 € plus rund 2.500 € für Öl- und Schlauchwechsel etwa alle vier Jahre. Preise inkl. MwSt., Stand September 2026.
Vor dem Kauf rechnen die meisten nur den Anschaffungspreis: Poller, Steuerung, Tiefbau. Was danach kommt, bleibt oft eine Vermutung – und genau dort entscheidet sich, ob eine Zufahrtssperre über zehn oder fünfzehn Jahre eine günstige oder eine teure Anschaffung war. Dieser Beitrag beantwortet die Frage, die wir in der Beratung in Seevetal am häufigsten hören, sobald das Angebot auf dem Tisch liegt: Was kostet der Poller eigentlich, wenn er einmal drin ist? Wir rechnen das für den pneumatischen Antrieb mit belegten Zahlen durch und ordnen ein, wo Hydraulik und Elektrospindel anders liegen. Der Beitrag gehört zur Themenwelt Einfahrt, Stellplatz und Fahrzeug schützen; die Anschaffungskosten inklusive Tiefbau behandelt der Beitrag Was kostet eine Polleranlage?.
Welche laufenden Kosten entstehen bei einem versenkbaren Poller überhaupt?
Bei einem pneumatisch versenkbaren Poller fallen im Betrieb genau fünf Kostenarten an: Strom für den Kompressor, Zeit für die Kondensatentleerung und die Reinigung, Kleinteile wie die Batterie des Handsenders oder eine SIM-Karte für das GSM-Modul, eine mögliche Reparatur sowie – je nach Nutzung – irgendwann ein Ersatz des Kompressors. Eine vorgeschriebene Wartung, einen Wartungsvertrag oder einen Pflichttausch von Bauteilen gibt es bei der Druckluft-Technik nicht. Das liegt am Aufbau: Im Boden steckt nur ein Edelstahl-Hubzylinder, der mit 8 bis 10 bar Druckluft bewegt wird. Ventil, Kompressor und Steuerung stehen trocken im Gebäude am Ende eines Kabel- und Schlauchpakets. Alles, was Pflege braucht oder einmal ausfallen kann, ist damit ohne Grabung erreichbar.
| Kostenart | Was konkret anfällt | Intervall | Größenordnung |
|---|---|---|---|
| Strom | Kompressor 520 W, ca. 30 s Nachlauf je Fahrt, danach komplett aus | je Bewegung | unter 0,01 kWh je Fahrt |
| Kondensat | Ablasshahn am Kompressor öffnen, Wasser auffangen | alle 4–8 Wochen (bei seltener Nutzung etwa quartalsweise) | ca. 1 Minute Zeit, 0 € |
| Reinigung | Pollerkopf von Laub und Sand freihalten, Edelstahl mit klarem Wasser abspülen | nach Bedarf, meist im Herbst und nach dem Winter | wenige Minuten, 0 € |
| Kleinteile | Batterie im Handsender, SIM-Tarif beim GSM-Modul | nach Bedarf bzw. monatlich | Kleinbeträge, tarifabhängig |
| Reparatur (Worst Case) | Kompressor ca. 180–195 €, Magnetventil ca. 50 €, Express ca. 10 € | nur im Störfall | ca. 240 € gesamt, Eigenleistung per Schnellkupplung |
Alle Preise in diesem Beitrag sind unsere Listenpreise inkl. MwSt. mit Stand September 2026; der Kompressor für ein bis vier Poller steht aktuell mit 195 € in der Kollektion, der Richtwert von 180 € stammt aus unserer Reparaturkalkulation.
Wie viel Strom verbraucht ein pneumatischer Poller im Jahr?
Ein Einfamilienhaus mit zehn Pollerfahrten am Tag kommt rechnerisch auf höchstens 36,5 kWh im Jahr – das sind bei einem angenommenen Strompreis von 0,40 €/kWh rund 15 €, in der Praxis weniger. Die Rechnung dahinter ist einfach, weil die Anlage keinen Dauerverbraucher hat: Der Leisekompressor mit 520 W Leistung springt nur an, wenn der Poller fährt, läuft etwa 30 Sekunden nach und schaltet dann vollständig ab. 520 W über 30 Sekunden ergeben rund 0,004 kWh; wir rechnen vorsichtshalber mit unter 0,01 kWh je Bewegung. Zehn Fahrten täglich sind 3.650 Fahrten im Jahr, also maximal 36,5 kWh.
Ein kleiner Betrieb mit 40 Fahrten am Tag liegt entsprechend bei höchstens 146 kWh oder rund 58 € im Jahr. Eine Standby-Last gibt es beim Kompressor nicht – nach dem Nachlauf ist er vollständig aus; das Magnetventil arbeitet mit 12 oder 24 V Kleinspannung. Wer eine Straßensteuerung mit Loxone-Miniserver oder einen LED-Leuchtring dauerhaft betreibt, hat dafür eine kleine Grundlast wie bei jedem Smart-Home-Gerät – konkrete Verbrauchswerte dafür nennen wir bewusst nicht, weil sie von Konfiguration und Leuchtmodus abhängen.
Welche Pflege braucht der Poller selbst?
Der Poller im Boden braucht keine Wartung im technischen Sinn, sondern Sichtkontrolle: Der Deckel soll frei von Laub, Sand und Split bleiben, damit nichts in den Spalt zwischen Pollerkopf und Hülse gedrückt wird. Der Edelstahloberfläche genügt ein Abspülen mit klarem Wasser; Stahlwolle ist tabu, weil sie Fremdrost einbringt. Mehr ist am Poller nicht zu tun, denn in ihm sitzen weder Motor noch Elektronik, weder Endschalter noch Heizung – nur der Edelstahlzylinder.
Verschleißteile im klassischen Sinn gibt es drei, und alle sind auf Jahrzehnte ausgelegt: Die Kolbenstange aus Edelstahl trägt einen Metallabstreifer, der Salz, Eis und Split beim Einfahren abschiebt. Darunter liegt eine Fettkammer mit Pneumatikfett als Dauerschmierung, die nicht nachgefüllt werden muss. Die Dichtringe sind bis −35 °C ausgelegt. Auf dem Prüfstand haben wir das Gesamtsystem über 500.000 Zyklen störungsfrei gefahren; der Hubzylinder selbst ist vom Zulieferer mit über 80.000 Fahrtzyklen ohne Wartungsintervall spezifiziert. Zur Einordnung: Ein Einfamilienhaus mit zehn Fahrten am Tag erreicht 80.000 Zyklen erst nach rund 22 Jahren, der Campingplatz aus unseren Referenzen mit zwei Zeitschaltfahrten täglich braucht dafür mehrere Jahrzehnte.
Was ist am Kompressor zu tun – und wie lange dauert das?
Am Kompressor gibt es eine einzige regelmäßige Handlung: das Ablassen des Kondenswassers, das sich beim Verdichten der Luft im Kessel sammelt. Dafür öffnet man den Hahn an der Unterseite, lässt den Kessel in einen Lappen oder eine Schale entleeren und schließt ihn wieder – etwa eine Minute. Als Intervall empfehlen wir alle vier bis acht Wochen; bei seltener Nutzung reicht erfahrungsgemäß ein Blick pro Quartal. Wer sich das sparen möchte, rüstet ein automatisches Entwässerungsmodul nach. Der Verdichter arbeitet ölfrei, es gibt also weder Ölstand noch Ölwechsel.
Der Kompressor braucht einen trockenen, frostfreien Platz von etwa 50 × 50 × 15 cm – Hauswirtschaftsraum, Garage, Keller oder ein Technikschrank im Gebäude. Mit rund 50 dB in einem Meter Abstand ist er so leise wie ein Kühlschrank; in sieben Metern sind es noch etwa 35 dB. Wie viele Poller ein Kompressor versorgt, hängt von der Fahrtenzahl ab: Das Modell für 195 € versorgt ein bis vier Poller bei gelegentlicher Nutzung; ab 20 bis 50 Fahrten täglich planen wir ein bis zwei Poller je Kompressor, bei Dauerbetrieb zwei Kompressoren oder das Modell für bis zu 20 Poller (450 €). Diese Auslegung ist der wichtigste Hebel für geringe Folgekosten – ein zu klein gewählter Kompressor läuft häufiger und altert schneller.
Was kostet der Winter bei einem versenkbaren Poller?
Ein pneumatischer Poller verursacht im Winter keine Zusatzkosten, wenn drei Dinge beim Einbau richtig gemacht wurden: Drainage, Aufstellort und Materialwahl. Die Druckluft-Technik arbeitet von −20 °C bis +50 °C; im Poller gibt es keine Heizung, weil nichts einfrieren kann – kein Öl, kein Kondensat, keine Elektronik. Voraussetzung ist, dass eindringendes Wasser unten aus der Hülse abläuft: über ein KG-Rohr DN 40 mit Gefälle oder einen Flexschlauch DN 25 in eine Kiesschicht, jeweils mit Filtervlies, niemals auf eine Betonsohle. Stauwasser in der Hülse kann gefrieren und die Mechanik blockieren; eine fehlende Drainage ist deshalb von der Gewährleistung ausgeschlossen. Wie die Grube aufgebaut wird, zeigt der Beitrag Versenkbaren Poller einbauen.
Kompressor und Steuerung gehören ins frostfreie Gebäude. In einer ungeheizten Gartenhütte kann das Kondensat im Kessel gefrieren – das ist der einzige Winterschaden, den wir aus der Praxis kennen, und er ist vermeidbar. Für die Fläche gilt: Schnee mit einem Holz- oder Kunststoffschieber räumen, nicht mit der Stahlschaufel über den Pollerkopf kratzen, und Streusalz nicht gezielt auf den Poller streuen. Der Werkstoff V4A (1.4571) ist gegen Streusalz und Seeluft deutlich beständiger als V2A, weshalb wir ausschließlich V4A fertigen. Wer die Zufahrt im Winter nicht nutzt, kann den Poller per Zeitsteuerung dauerhaft oben stehen lassen.
Was kostet eine Reparatur, wenn doch einmal etwas ausfällt?
Der teuerste Reparaturfall einer pneumatischen Polleranlage kostet rund 240 €: ein neuer Kompressor für etwa 180–195 €, ein neues Magnetventil für etwa 50 € und rund 10 € Expressversand. Beide Teile sitzen im Gebäude und sind über Schnellkupplungen angeschlossen, sodass der Betreiber sie selbst in wenigen Minuten tauscht – auf Wunsch begleiten wir das per WhatsApp-Video oder FaceTime. Ein Techniker muss nicht anreisen, der Poller bleibt im Boden, das Pflaster bleibt zu. Zubehör wie Kompressor und Ventil liefern wir ab Lager in ein bis zwei Werktagen.
Während der Störung bleibt die Zufahrt sicher: Ein ausgefahrener Poller rastet oben mechanisch ein und lässt sich ohne Druckluftimpuls nicht herunterdrücken. Wer eine Werkstatt mit eigenem Druckluftnetz hat, kann den Poller übergangsweise mit 8 bis 10 bar aus dieser Leitung betreiben. Ersatzteile, Beratung und Service kommen direkt vom Hersteller aus Seevetal; es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsfristen. Welche Fragen Sie jedem Anbieter zum Reparaturfall stellen sollten, haben wir in der FAQ zu versenkbaren Pollern zusammengestellt.
Wie unterscheiden sich Druckluft, Hydraulik und Elektrospindel bei den Folgekosten?
Der Unterschied liegt nicht in der Anschaffung, sondern im fünften Jahr: Bei Druckluft sitzt alles, was altern kann, im Haus und ist für wenige hundert Euro ersetzbar; bei Hydraulik und Elektrospindel sitzt es im Boden und ist nur mit Techniker, Öffnung des Pollers und entsprechendem Stundenaufwand erreichbar. Die folgenden Zahlen sind unsere Erfahrungswerte als Druckluft-Hersteller, der regelmäßig defekte Fremdanlagen austauscht – einzelne Hersteller weichen ab, fragen Sie konkret nach.
| Merkmal | Druckluft (Braun Antriebe) | Hydraulik | Elektrospindel |
|---|---|---|---|
| Technik im Boden | nur Edelstahl-Hubzylinder | Pumpe, Öl, Schläuche, Zylinder | Motor, Spindel, Endschalter, Elektronik |
| Heizung und Drainagepumpe | nicht nötig | in der Regel nötig (Kondensat) | in der Regel nötig (Kondensat) |
| Wiederkehrende Wartung | Kondensat ablassen, Sichtkontrolle | Öl- und Schlauchwechsel etwa alle 4 Jahre, ca. 2.500 € | kein Pflichttausch bekannt |
| Teuerster Reparaturfall | ca. 240 €, Eigenleistung | ca. 3.750 € (Anfahrt, 2 Personen × 8 h, Pumpe, Übernachtung) | ca. 2.500 € durch Fachtechniker |
| Zugang zum Aggregat | im Gebäude, Schnellkupplung | Poller öffnen oder ausbauen | Poller öffnen oder ausbauen |
| Platzbedarf im Haus | ca. 50 × 50 × 15 cm für den Kompressor | keiner | keiner |
Bei Hydraulik kommt ein Punkt hinzu, der selten im Angebot steht: Hydraulikschläuche altern, und Regelwerke verlangen nach einer vom Hersteller festgelegten Verwendungsdauer ihren Austausch – lassen Sie sich diese Frist schriftlich geben und fragen Sie Ihren Versicherer, ob er die Wartung voraussetzt. Bei der Elektrospindel ist weniger der Pflichttausch das Thema als die Empfindlichkeit: Motor und Elektronik sitzen dort, wo Wasser, Salz und Frost hinkommen, und bei häufigen Fahrten neigen Spindelantriebe zur Überhitzung. Den technischen Vergleich der drei Antriebe mit allen Fragen an den Anbieter finden Sie auf der Seite Poller-Antriebe im Vergleich.
Welche Kleinposten kommen im Alltag dazu?
Drei Kleinposten tauchen in keiner Kostenaufstellung auf und sind trotzdem real: die Batterie im Handsender, der Mobilfunktarif beim GSM-Modul und die eigene Zeit. Der Funk-Handsender (29,50 €) wird mit Batterie geliefert; sie hält bei normaler Nutzung lange, muss aber irgendwann gewechselt werden – das ist eine handelsübliche Batterie, kein Serviceeinsatz. Wer den Poller per Anruf öffnet, braucht im GSM-Modul (85 €) eine SIM-Karte mit SMS-Funktion; der kleinste Tarif genügt, weil der Anruf nicht angenommen wird und für den Anrufer kostenlos bleibt. Die laufenden Tarifkosten hängen vom gewählten Anbieter ab – ein Datenvertrag ist nicht nötig.
Wer eine Straßensteuerung mit Loxone-Miniserver betreibt, hat einen Vorteil bei den Folgekosten, der oft übersehen wird: Wir können die Steuerung auf Wunsch per Fernzugriff warten, Fehler in Echtzeit auslesen und Zeitpläne ändern, ohne dass jemand anreist. Für die Funksteuerung gibt es nichts zu warten – sie besteht aus Empfänger, Netzteil und Magnetventil.
Was kostet der Betrieb über zehn Jahre – zwei Rechenbeispiele?
Ein Einfamilienhaus mit einem Poller und zehn Fahrten am Tag kommt über zehn Jahre auf rund 150 € Strom plus den Preis einer Handsender-Batterie – und, wenn man den unwahrscheinlichen Fall eines Kompressortauschs einrechnet, auf zusätzlich rund 240 €. Zusammen also deutlich unter 500 € in zehn Jahren, ohne einen einzigen Servicetermin. Ein kleiner Betrieb mit zwei Pollern, 40 Fahrten am Tag und GSM-Modul liegt bei rund 600 € Strom, zehn Jahren SIM-Tarif und einem eingeplanten Kompressortausch – auch hier bleibt die Summe unter dem, was eine einzige Hydraulikwartung nach unseren Erfahrungswerten kostet.
| Posten über 10 Jahre | Einfamilienhaus, 1 Poller, 10 Fahrten/Tag | Kleiner Betrieb, 2 Poller, 40 Fahrten/Tag |
|---|---|---|
| Strom (Annahme 0,40 €/kWh, 0,01 kWh je Fahrt) | max. 365 kWh ≈ 146 € | max. 1.460 kWh ≈ 584 € |
| Kondensat und Reinigung | ca. 10 Minuten im Quartal, 0 € | ca. 10 Minuten im Monat, 0 € |
| Kleinteile | 1–2 Batterien Handsender | SIM-Tarif GSM, Batterien |
| Eingeplante Reserve für Kompressor und Ventil | ca. 240 € | ca. 240 € (bei Dauerbetrieb zweiter Kompressor 195 €) |
| Pflichtwartung | keine | keine |
Die Strompreisannahme ist eine Rechenhilfe, keine Herstellerangabe – setzen Sie Ihren Arbeitspreis ein. Die Zahl der Fahrten hingegen sollten Sie vor dem Kauf ehrlich schätzen, weil sie Kompressorwahl, Lebensdauer und Stromkosten gleichzeitig bestimmt.
- Alle vier bis acht Wochen: Kondenswasser am Kompressor ablassen (ca. 1 Minute) – oder einmal ein Entwässerungsmodul nachrüsten
- Im Herbst: Pollerkopf und Spalt von Laub, Sand und Split freikehren, Ablauf der Hülse gedanklich prüfen (läuft Wasser ab?)
- Vor dem Winter: Holz- oder Kunststoffschieber bereitlegen, Streusalz nicht direkt auf den Poller, Kompressor steht frostfrei
- Nach dem Winter: Edelstahl mit klarem Wasser abspülen, Hubzeit (3–10 s) unverändert? Deckel bündig?
- Einmal im Jahr: Handsender-Batterie prüfen, SIM-Guthaben beim GSM-Modul kontrollieren
- Bei steigender Nutzung: Fahrten pro Tag neu schätzen – ab 20 bis 50 Fahrten ein bis zwei Poller je Kompressor
- Für den Störfall: Schnellkupplungen bekannt? Unsere Nummer für die Video-Begleitung gespeichert?
Was berichten Betreiber nach den ersten Jahren?
Die Hofeinfahrt in Oberbayern ist unser Lehrstück für Folgekosten im Winter: Sechs Standardpoller mit je rund 160 kg stehen dort im Bogen in Granit-Kleinpflaster, gesteuert per Funk aus dem Auto. Schnee, Schmelzwasser, Frost und Streusalz gehören zum Jahreslauf, trotzdem gibt es weder Heizung noch Drainagepumpe – im Boden steckt je Poller nur der Edelstahlzylinder, Kompressor und Ventile stehen im Haus. Das Projekt beschreibt die Referenz Granitpflaster, kein Wendeplatz.
Der Campingplatz mit Mittagsruhe zeigt das andere Ende der Nutzungsskala: Ein Standardpoller fährt per Zeitsteuerung täglich um 12 Uhr aus und um 15 Uhr ein – zwei Zyklen am Tag, rund 400 je Saison, unabhängig davon, wie viele Fahrzeuge kommen. Bei dieser Nutzung ist der Stromverbrauch kaum messbar, und die Rezeption kann den Poller per App jederzeit absenken. Technikkosten laut Referenz: Poller knapp 3.000 €, Straßensteuerung ca. 2.150 €, Kompressor ab 195 € – und danach im Wesentlichen das Kondensat im Quartal.
Häufige Fragen zu Wartung und Betriebskosten versenkbarer Poller
Braucht ein pneumatischer Poller einen Wartungsvertrag?
Nein. Es gibt keine vorgeschriebene Wartung und keinen Pflichttausch. Die einzige wiederkehrende Handlung ist das Ablassen des Kondenswassers am Kompressor alle vier bis acht Wochen, dazu Sichtkontrolle und Reinigung des Pollerkopfs nach Bedarf.
Wie viel Strom kostet ein versenkbarer Poller im Jahr?
Der Kompressor (520 W) läuft je Fahrt rund 30 Sekunden nach und schaltet dann ab; das sind unter 0,01 kWh je Bewegung. Bei zehn Fahrten am Tag sind das höchstens 36,5 kWh im Jahr, also je nach Strompreis rund 10 bis 15 €.
Was kostet eine Reparatur im schlimmsten Fall?
Rund 240 €: Kompressor ca. 180–195 €, Magnetventil ca. 50 €, Expressversand ca. 10 €. Beide Teile sitzen im Gebäude und werden per Schnellkupplung vom Betreiber selbst getauscht; auf Wunsch begleiten wir das per Video.
Muss der Poller im Winter beheizt werden?
Nein. Im Poller gibt es weder Öl noch Elektronik, die einfrieren könnte; die Druckluft-Technik arbeitet von −20 °C bis +50 °C, die Dichtungen sind bis −35 °C ausgelegt. Voraussetzung ist eine funktionierende Drainage unter der Hülse und ein frostfreier Standort für Kompressor und Steuerung.
Wie lange hält ein pneumatisch versenkbarer Poller?
Auf dem Prüfstand haben wir das System über 500.000 Zyklen störungsfrei gefahren; der Hubzylinder ist mit über 80.000 Zyklen ohne Wartungsintervall spezifiziert. Ein Einfamilienhaus mit zehn Fahrten am Tag erreicht 80.000 Zyklen erst nach rund 22 Jahren.
Welche Folgekosten haben Hydraulik- und Elektrospindel-Poller?
Nach unseren Erfahrungswerten kostet der Reparaturfall einer Elektrospindel etwa 2.500 € durch den Fachtechniker, bei Hydraulik etwa 3.750 € plus Öl- und Schlauchwechsel für rund 2.500 € etwa alle vier Jahre. Beide benötigen in der Regel Heizung und Drainagepumpe im Poller.
Welche Garantie gibt es auf den Poller?
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsfristen. Jeder Poller wird vor der Auslieferung auf dem Prüfstand getestet. Eine fehlende Drainage unter der Hülse ist von der Gewährleistung ausgeschlossen, weil Stauwasser im Winter die Mechanik blockieren kann.
Das Wichtigste in drei Sätzen
Ein pneumatisch versenkbarer Poller aus Edelstahl V4A von Braun Antriebe kostet im Betrieb Strom für rund 30 Sekunden Kompressorlauf je Fahrt (unter 0,01 kWh), eine Minute Kondensatentleerung alle vier bis acht Wochen und gelegentliches Kehren des Pollerkopfs – ohne Wartungsvertrag, Ölwechsel, Heizung oder Drainagepumpe, weil im Boden nur ein Edelstahlzylinder steckt und alles andere trocken im Gebäude steht. Der teuerste Reparaturfall liegt bei rund 240 € für Kompressor und Ventil, die der Betreiber per Schnellkupplung selbst tauscht, während Hydraulik und Elektrospindel nach unseren Erfahrungswerten mit 3.750 € beziehungsweise 2.500 € je Störfall und bei Hydraulik zusätzlich rund 2.500 € Wartung etwa alle vier Jahre zu Buche schlagen. Braun Antriebe fertigt die Poller und die zugehörige Druckluft-Technik in Seevetal bei Hamburg selbst, prüft jeden Poller vor der Auslieferung auf dem Prüfstand und liefert Ersatzteile ab Lager in ein bis zwei Werktagen; die Preise in diesem Beitrag sind unsere Listenpreise vom September 2026.
Welche Steuerung zu Ihrer Nutzung passt, erklärt der Beitrag Poller-Steuerung: Funk, GSM, Kennzeichenerkennung oder Smart Home?; die Übersicht zu den Anschaffungskosten gibt die Seite Poller-Kosten, und alle Poller, Kompressoren und Steuerungen finden Sie in der Kollektion Edelstahl-Poller V4A.
Sie möchten wissen, was Ihre Zufahrt im Betrieb kosten würde? Nennen Sie uns die Zahl der Fahrten am Tag und schicken Sie ein Foto der Einfahrt – wir sagen Ihnen, welcher Kompressor passt und womit Sie im Jahr rechnen müssen.
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